Notwendige Geschichten 2018

NOTWENDIGE GESCHICHTEN IN DER MARKTHALLE BASEL

Zwei schreibende Menschen lesen ihre Texte: Geschichten, Gedichte oder Slams. Die beiden verbindet das Schreiben, das Erzählen, das Lesen: Frauen und Männer, Junge und Alte, Zugewanderte und Einheimische, Menschen mit und ohne Behinderung. Menschen, die nicht berühmt sind, die man noch nicht kennt, die man selten hört und kaum liest.

Jeder Abend wird von dem Illustrationskollektiv Balsam live illustriert. Sie verwandeln die Texte in Illustrationen und übertragen sie auf ein grosses Poster. So entsteht ein langes Panorama aus illustrierten Antworten auf die «Notwendigen Geschichten», das in der Markthalle Basel öffentlich sichtbar bleibt.



DAS WAREN DIE NOTWENDIGEN GESCHICHTEN 2018!

Freitag, 16. November: «Alltägliches»
Die Slam Poetin Susan Reznik fängt fliegende Schildkröten, Kompressions-Strumpfhosen und Gefühle des Alltags auf Papier ein, der Soziologe und Caféhaus-Besitzer Celâl erzählt und schreibt Geschichten, damit Menschen ihren Alltag für Augenblicke stehen lassen.

Freitag, 19. Oktober: «Schreiben, um zu leben und zu verstehen» 
Für die 52-jährige Christine Kuhn ist das Schreiben eine existentielle Hilfe, um mit einer schweren Psychose und Krebserkrankung an das Lebendige zu glauben. Für den 29-jährigen Doktoranden der Deutschen Literaturwissenschaften Roman Seifert ist Schreiben das Schauen auf die Welt, das Ordnen und Gestalten.


Freitag, 28. September: «Hinter den Wörtern»
Der Germanist, philosophisch beschlagene, in psychischen Turbulenzen erfahrene Dominik Röösli und die Autorin Venus Electra Ryter suchen zusammen die Welt und die Geschichte hinter den Wörtern.

Freitag, 22. Juni: «Schweiz-Serbien»
Vor der Übertragung des Fussball WM-Spiels Schweiz-Serbien liest ein schweizerisch-serbisches Tandem. Die in Serbien geborene Aleksandra Sekanic, Studentin am Schweizerischen Literaturinstitut Biel, und der Autor, Blogger und Rollstuhlfahrer Walter Beutler. Während ihre Länder auf dem Fussballfeld gegeneinander spielen, fühlen sich die zwei Schreibenden weder einem Land noch den Schubladen «behindert – nicht behindert» zugehörig. Sie sind Suchende, dem Erkunden, Unsteten und vielen verschiedenen Welten nahe. Auf diesen Wegen ist das Schreiben eine wichtige Konstante.

Freitag, 18. Mai: «Einfach schreiben müssen!»
Die Slam Poetin und Studentin der Germanistik und Psychologie Sarah Altenaichinger und der Maler, Turner, Psychiatrieerfahrene, Schreiber Martin Born haben sich zusammengesetzt und entdeckt, dass sie schreiben müssen, um zu überleben. Ihre Texte sind Blitzableiter, verpackte Gefühle, Impulse, Ausgänge aus der Not. Alleine und gemeinsam lesen und performen sie ihre notwendigen Geschichten.


CREDITS
Konzept und Umsetzung Martin Haug und Livia Matthäus Produktion Wildwuchs Unterwegs