Wildwuchs

Wildwuchs, 2001 als eines der ersten inklusiven Festivals in der Schweiz gegründet, hat sich inzwischen mit seinem vielfältigen künstlerischen Programm, seinem prozessorientierten Ansatz und einem breit gefächerten Begegnungsprogramm als wichtige Stimme in der Basler und Schweizer Festivallandschaft etabliert.

Wildwuchs rückt soziale Themen in den Vordergrund und fördert die Teilhabe Aller an künstlerischen, sozialen und politischen Prozessen. Dabei bleibt Wildwuchs nicht stehen, sondern entwickelt seine künstlerischen, inhaltlichen sowie vermittelnden Ansätze konsequent weiter. Das Label Wildwuchs steht für Menschen, die sonst wenig gehört oder gesehen werden, die man nicht kennt und deren Themen kaum Raum finden in der gesellschaftlichen Diskussion. Dementsprechend sind die Erfahrungen und Meinungen dieser Menschen sowohl für das Festival als auch für alle anderen Aktivitäten des Vereins von immanenter Wichtigkeit und werden in der Umsetzung integriert.

Wildwuchs geht an Orte, die keine Kulturorte sind. Wildwuchs geht dorthin, wo Menschen leben, die nicht im öffentlichen Interesse stehen. 2017 waren das z.B. die Universitären Psychiatrischen Kliniken, die von Wildwuchs mit einem vor Ort entwickelten Projektparcours bespielt wurden. Interne Momente des Klinikalltags wurden so mit künstlerischen Mitteln beleuchtet. 2015 war das Festival im Männerwohnhaus der Heilsarmee zu Gast: durch eine kluge Bespielung wurden nicht nur die Räume des Wohnhauses, sondern auch die gedanklichen Welten einiger Bewohner für ein breites Publikum zugänglich. Seit Mai 2018 ist Wildwuchs mit verschiedenen künstlerischen Formaten zum Beispiel in der Markthalle, unter der Rheinbrücke, in der Kunsthalle oder im Pflegehotel St. Johann zu Gast.