ww EXTRA 2016

Das Kulturfestival wildwuchs drehte im September 2016 eine Extrarunde: 

Vor der kommenden Festivalausgabe im Juni 2017 fragte wildwuchs schon mal quer und forderte zum Gespräch: Wer steht eigentlich wo in unserer Gesellschaft? Gibt es eine Grenze zwischen Innen und Aussen? Was, wenn wir unsere Positionen verlassen? Was, wenn wir alles umkehren? Wir blicken in Systeme der Gesellschaft und trauen uns ins Unvertraute. 


Vom 14. bis 17. September 2016 widmete sich wildwuchs im ROXY dem Thema Jugend & Psychiatrie - mit Performance, Denkwerkstatt, Podiumsdiskussion und Begegnungsmöglichkeiten.

TWENTY FOUR
Performance von We Ate Lobster/ Deborah Neininger

In der Performancebestimmen Jugendliche aus der Universitären Psychiatrischen Klinik Basel (UPK), was auf der Bühne geschieht. Zusammen mit dem Performance-Kollektiv we ate lobster (CH) haben die Jugendlichen eine Partitur erarbeitet, eine Anleitung für die Performance ganz nach ihren Vorstellungen.

Ihre Anweisungen werden von drei professionellen Performern im Theater ausgeführt, die stellvertretend für die Jugendlichen von deren Leben innerhalb der Psychiatrie erzählen. Neben der eigentlichen Gesprächstherapie, die meist nur eine Stunde dauert, gilt es die verbleibenden 23 Stunden zu füllen: So werden die Adoleszenten zu Autoren ihrer ganz eigenen Wirklichkeit - ohne selbst auf der Bühne zu stehen.

Jung, Talentiert & Krank? 
Denkwerkstatt und Podiumsdiskussion


Ab wann ist man krank? Wann ist man anders, wann gleich? Und wer bestimmt die Grenzen? Betroffene, Angehörige und Fachpersonen laden das Publikum zur gemeinsamen Denkwerkstatt ein und eröffnen im Anschluss eine Podiumsdiskussion im Trialog. Wir sprechen über Autonomie und Anpassung, Risiken und Erfolge der psychiatrischen Versorgung und des Gesund-werdens. Im Zentrum stehen hier junge Menschen mit psychischen Erschütterungen.

Das Festival wildwuchs stärkt Aussenseiterpositionen, fördert kulturelle Vielfalt, Diversität und Nonkonformismus. wildwuchs experimentiert mit neuen Tanz-, Performance- und Theaterformen und ermöglicht Menschen in allen Lebenssituationen die aktive Teilnahme am kulturellen Leben.